CFD Broker – Handel mit Differenzkontrakten als Job

Der Handel mit CFDs wird trotz (oder gerade wegen?) des damit verbundenen hohen Risikos unter Tradern immer beliebter. Seit 2013 bieten sogar viele deutsche Kreditinstitute einen automatisierten CFD Broker an, über den Bankkunden online handeln. Beim Handel mit Differenzkontrakten tradet man nicht mit den Basiswerten selbst, sondern spekuliert mit deren Kursschwankungen. Diese Kursdifferenzen werden vom jeweiligen CFD Broker festgesetzt. Zum Portfolio eines CFD Broker gehören die üblichen, zum Angebot eines Brokers gehörenden Basiswerte Rohstoffe, Aktien, Indizes, Devisen (Forex-Handel) etc. Charakteristisch für den Handel mit CFDs ist, dass der Trader nicht im Verhältnis 1:1, sondern mit einem bestimmten, vom Broker für den jeweiligen Basiswert festgesetzten Hebel (Leverage) handelt. Wer also 80 € auf einen Basiswert mit einem Hebel von 1:100 setzt, bewegt de facto ein Handelsvolumen von 8000 €. Macht er einen Gewinn von 3 %, hat er einen realen Gewinn von 300 % erwirtschaftet. Dasselbe gilt natürlich umgekehrt auch für Verluste. Da es sich bei dieser Form des außerbörslichen Handels (OTC-Geschäft) um Transaktionen mit extrem hohem Risiko handelt, kann der Trader dadurch sein gesamtes Kapital verlieren. In einem solchen Fall ist er sogar zum Nachschießen verpflichtet. Gehandelt wird beim CFD Broker mit Hebeln von 1:5 bis 1:100.

CFD Broker erheben von ihren Kunden zwecks Abfederung ihres eigenen finanziellen Risikos eine bestimmte Sicherheitsleistung (Margin). Darüber hinaus stellen manche CFD Broker ihren Kunden noch Kontoführungsgebühren und Finanzierungskosten in Rechnung.
Seriösen CFD Broker finden
Wer nach einem seriösen CFD Broker sucht, wird sich wahrscheinlich schwertun, da es viele Anbieter am Markt gibt. Die meisten von ihnen sind Broker im eigentlichen Sinne, da sie über eine Broker-Lizenz verfügen. Manche von ihnen sind allerdings nur Vermittler, die im Auftrag von Brokern handeln (Beispiel: FXFlat für den britischen Broker GFD). Ein guter CFD Broker bietet seiner Klientel einen guten Kundenservice, viele Online-Seminare, ein Demokonto zum Üben für CFD-Newbies, ein ausreichend großes Portfolio an Basiswerten, möglichst niedrige Kosten (niedrige Mindesteinlage, niedrige Spreads), eine Guthabenverzinsung, eine informative Handelsplattform und eine leicht zu bedienende Website. 2013 erhielten die CFD Broker IG Markets, WH SelfInvest und CMC Markets die Bestnote beim Preis-Leistungsverhältnis. CFD Broker als Beruf
Um CFD Broker zu werden, muss man keine spezielle Ausbildung absolvieren. Idealerweise studiert man Wirtschaftswissenschaften oder BWL mit Schwerpunkt Finanzen, Risiko-Management und Börse. Es gibt allerdings auch CFD Broker, die ohne Studium in ihrem Job erfolgreich sind. Mitunter reichen sogar eine Bankausbildung und eine Weiterbildung im Bankbereich aus.