Wo stammt der Bagel her?

Dem Bagel, ein kreisrundes Gebäck mit Loch in der Mitte, das ein wenig wie ein Mischung aus Donut und Brötchen aussieht, gelang in den letzten Jahren eine fulminante Ausbreitung über die kulinarische westliche Hemisphäre. Seinen Siegeszug startete er bekanntermaßen von Amerika aus, doch ist damit noch nicht erklärt, woher der Bagel ursprünglich kommt. Darüber gibt es verschiedene Theorien.

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Eine Theorie stammt aus dem 17. Jahrhundert. Als die Türken 1683 Wien bedrohten, kam der polnische König Jan Sobieski seinen österreichischen Glauensbrüdern mit seiner schweren Kavallerie zur Hilfe. Da die Polen wesentlichen Anteil am Sieg der Österreicher hatten, buk ein Wiener Bäcker zur Ehren des Sieges die ersten Bagel – dem polnischen König und seinen Reitern zur Ehren in der Form eines Steigbügels. Mit den polnischen Emigranten soll der Bagel dieser Theorie nach im 19. Jahrhundert in die USA gelangt sein.
Eine andere Legende macht die Steppen Eurasiens zur Geburtsstatt des Bagels. Dort verfügte ein mächtiger Uiguiren-Fürst, dass Brotwaren fortan nicht mehr auf einer Theke aufgebahrt werden sollten. Um dieses Verbot zu umgehen, kamen findige Bäcker auf die Idee, Brote mit einem Loch in der Mitte zu backen, sodass diese letztendlich auf langen Stöcken aufgereiht zum Verkauf angeboten werden konnten. Abermals sollen osteuropäische Auswanderer den Bagel von den Steppen Russlands in die USA gebracht haben.
Eine weitere Theorie besagt, dass der Bagel im Zuge der Christianisierung Ostpreußens im 10. Jahrhundert erfunden wurde. Den eingewanderten Juden soll von der christianisierten Bevölkerung das Backen von herkömmlichem Brot und anderen Backwaren verboten worden sein. Die jüdische Bevölkerung soll das Verbot geschickt umgangen haben, indem sie auf den Backvorgang verzichtet und das Brot stattdessen gekocht und getoastet haben. Das charakteristische Loch in der Mitte des Bagels soll laut dieser Entstehungsgeschichte den Hintergrund haben, dass die Hitze des Fettes so den Teig gleichmäßiger erreichen kann.
Auch wenn es noch viele weitere Entstehungsgeschichten und Ansätze gibt, kann nicht abschließend gesagt werden, wer den Bagel letztendlich erfunden hat. Es ist auch durchaus möglich, dass verschiedene Volksgruppen in unterschiedlichen Teilen der Welt gleichzeitig auf die Idee gekommen sind, ein Brot in Kringelform zu backen. Und letztendlich zählt immer noch der Geschmack.

Bagel selber backen

Bagels sind in den USA ein weit verbreitetes Gebäck. Ihren Ursprung haben sie in der jüdischen Küche, jüdische Migranten brachten sie Ende des 19. Jahrhunderts in die USA. Von dort aus kommen sie mittlerweile zurück zu uns und werden auch hierzulande immer beliebter.

Standardmäßig hat sie noch nicht jeder Bäcker im Programm, jedoch können Sie die leckeren Kringel aus Hefeteig auch mit wenig Aufwand selbst machen – wir verraten Ihnen, wie.

Bagels selbst backen

Zutaten für etwa zehn Bagels:

500g Mehl
1 Hefe
1 Esslöffel Zucker
1 Teelöffel Salz
2 Esslöffel Öl
300ml Wasser
1 Esslöffel Honig
1 Ei

Zubereitung:

Die Hefe zerbröseln und mit Mehl, Zucker, Salz, Wasser und Öl mischen.
Mit dem Rührgerät (Knethaken) oder im Mixer so lange rühren, bis ein elastischer Teig entsteht.
Den Teig gehen lassen, am besten über Nacht im Kühlschrank. In diesem Fall den Teig mit Frischhaltefolie abdecken, damit er nicht austrocknet.
Sollen die Bagels noch am selben Tag gebacken werden, kann der Teig auch an einem warmen Ort in einer Stunde gehen. Achtung: Nicht wärmer als 37°C, sonst sterben die Hefebakterien ab und er geht gar nicht auf.
Ist der Teig über Nacht im Kühlschrank gegangen, sollte er vor dem Verarbeitung circa eine halbe Stunde bei Raumtemperatur stehen.

Anschließend den Teig in zehn gleich große Stücke aufteilen, diese zu Rollen und die Rollen zu Kreisen formen. Die Enden gut miteinander fixieren, sonst kann der Bagel auseinanderfallen.
Die geformten Kringel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
Den Backofen auf 200°C vorheizen (Umluft).

Wasser zusammen mit dem Honig in einem Topf zum Kochen bringen.
Nacheinander die Bagels in das kochende Wasser geben und auf beiden Seiten für etwa 30 Sekunden ziehen lassen. Die Bagels auf etwas Küchenpapier kurz abtropfen lassen.

Das Ei verquirlen und die Bagels damit bestreichen. Jetzt können sie je nach Geschmack auch noch in Mohn, Sesam oder Körner getaucht werden. Anschließend auf das Backblech legen und etwa 20 Minuten lang goldbraun backen.

Anschließend können Sie die Bagels nach Lust, Laune und Geschmack belegen. Süß, herb, mit Käse, Lachs, Salatblatt, Tomaten, Marmelade… der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Was sind Bagel?

Ein Bagel ist ein rundes Brötchen mit einem Loch in der Mitte. Das Hefeteig Gebäck gibt es in vielfältigen Ausführungen mit ganz unterschiedlichen Füllungen, welche weltweit immer bekannter werden. Irrtümlicherweise wird davon ausgegangen, dass der Bagel aus den Vereinigten Staaten stammt, allerdings gab es das Gebäck bereits im 17. Jahrhundert in Polen und wurde überwiegend als jüdisches Feiertagsgebäck angesehen. Ein Eintauchen in kochendes Wasser vor dem eigentlichen Backen macht die Haut des Bagels glänzend und lecker.

Zubereitung eines Bagels
Der Teig eines Bagels besteht aus Hefe, Honig, Mehl, Salz und Wasser. Während der mehrstündigen Ruhezeit in einem gut gekühlten Raum entsteht die typische Haut des Gebäcks. Außerdem verzögert das Kühlstellen des Teigs die Gärung und verfeinert den Geschmack. Anschließend werden die einzelnen Bagel, die inzwischen zu Ringen geformt wurden, in kochendes Wasser getaucht, was ihren Geschmack so einzigartig macht. Klassische Garnierungen sind Kürbiskerne, Mohn- oder Sesamsamen. Anschließend wird das runde Brötchen im Ofen gebacken und vor dem Verkauf mit abwechslungsreichen Füllungen versehen. Das Loch in der Mitte beschleunigt den Vorgang des Kochens und erhöht die Krustenbildung beim Backen.

Verschiedene Beläge der Bagels
Die runden Hefeteig Gebäcke können vielfältig belegt werden. Egal ob süß oder herzhaft – beide Varianten des runden Brötchens sind lecker. Einige Ideen für herzhafte Variationen sind Folgende: Der italienische Bagel mit Frischkäse, Salat, Tomaten, Mozzarella und einem Hauch Pesto wird immer beliebter. Auch der klassische Bagel mit Remoulade, Schinken und Käse wird gerne gegessen und eignet sich ideal als Snack für zwischendurch. Der gesunde Rucola Bagel mit gleichnamigem Salat, grobem Parmesankäse und getrockneten Tomaten ist bei vielen Sportlern äußerst beliebt. Ein Thunfisch Bagel mit einem Dip aus Kräuter-Frischkäse, Thunfisch und Zwiebeln ist ein echter Leckerbissen für die Mittagspause. Diese vielen herzhaften Variationen schmecken einfach gut und sind abwechslungsreich garniert. Bagels lassen sich außerdem prima mit Käse überbacken. Auch süßer Belag eignet sich hervorragend für solches Brötchen. Hierfür können 100 Gramm Speisequark mit einem Esslöffel Honig verrührt werden und auf das runde Gebäck gestrichen werden. Die beiden Hälften des Brötchens können zusätzlich mit Blaubeer-Konfitüre oder einer anderen Marmelade bestrichen werden. Eine weitere Variante ist ein Bagel mit süßer Erdnussbutter.